Heute neu – und das reichlich …

September 7th, 2010

Also, heute ist ein Tag, der üppig mit Comic- und Manga-Neuerscheinungen gesegnet ist, so üppig, das wir das gleich mal kommentieren wollen :-)

Unter den Neuheiten befinden sich nämlich nicht nur Dauerbrenner, deren Qualität man ohnehin schon kennt und kaum noch erwähnen muß (BUAP, Asterix, Blueberry …), sondern auch einige neue & recht ungewöhnliche Sachen …

Da dachte sich z.B. in Logicomix jemand, daß nicht nur Superhelden wie Spider-Man, sondern auch die Helden der Mathematik wie Bertrand Russell, Kurt Gödel oder der Philosoph Ludwig Wittgenstein einen Comic verdient haben (eine Leseprobe hat der Verlag auf dieser Seite).

Oder wer Wilhelm Busch mag darf sich über einen großartig illustrierten Raben Huckebein freuen … muß ja nicht immer Kafka sein ;-)

Wer dagegen Steampunk-angehauchte Welten à la Jules Verne mag, mit einem guten Schuss Action, Mystery und Geheimbünden versehen, dem können wir die Reihe “Die Korsaren der Alkibiades” ans Herz legen. Bisher sind vier Bände angekündigt, der erste erschien heute … und einen (französischen) Trailer zum dritten Band gibt es auch, so hat man schon mal einen Eindruck vom Stil der Zeichnungen.

Und literarisch geht’s auch weiter mit einer Graphic Novel, die von Harvey Pekar herausgegeben wurde: The Beats – Eine Geschichte der Beat-Literatur. Der Band wurde in den USA von der Presse hoch gelobt und bietet in Comic-Form einen Überblick über die Welt der Beatniks … Literaturgeschichte ist halt manchmal alles andere als öde. Eine ausführliche Leseprobe hat der Verlag unter diesem Link (Achtung, dauert ein bisschen, bis die Datei geladen ist).

Einen Überblick über alle Neuerscheinungen des heutigen Tages gibt es natürlich wie immer auf www.comicshop.de – wir wünschen beim Stöbern, Shoppen und Lesen viel Vergnügen :-D

Newsletter Nr. 11: Anime-Wochen und sonstige verlockende Angebote

September 6th, 2010

Liebe Comicfreunde,

mit unserem heutigen Newsletter wollen wir vor allem auf unser Anime-Special hinweisen. Dank der freundlichen Unterstützung von KAZÉ können wir eine ganze Reihe von Anime-DVDs – größtenteils Boxen mit Gesamtausgaben wie z.B. Paranoia Agent, Ikki Tousen, Gravitation, Black Lagoon oder Love Hina – zu richtig günstigen Preisen anbieten.

Anime-Aktion des Bonner COMIC Ladens

Das ganze gilt natürlich nur für eine begrenzte Zeit und so lange der Vorrat reicht, aber bei den Preisen dürfte die Entscheidung auch nicht allzu lange in Anspruch nehmen ;-)

Und weil wir jetzt ohnehin schon einen Newsletter versenden wollen wir auch erwähnen, daß wir nach dem Erfolg der DC Super Hero Collection jetzt auch die entsprechenden Marvel-Figuren anbieten:

Marvel Super Hero Collection
The Classic Marvel Figurine Collection

Ebenfalls sehr beliebt sind im Moment auch unsere Hardcover-Angebote aus dem Hause Marvel (US). Davon ist sicher das “Spider-Man: Back in Black”-Set das spektakulärste:

Spinnenmann zurück in Schwarz

15 € statt $69.98 kann sich sehen lassen, wie wir finden – enthalten sind die Bände “Spider-Man: Back in Black” und “Peter Parker – Spider-Man: Back in Black“, die wir natürlich auch einzeln anbieten (für jeweils 9 €).

Wir bieten aber auch sonst immer wieder wechselnde andere Marvel-Hardcover in unserer US-Comic-Sonderangebots-Rubrik an, ein Blick dorthin kann sich also lohnen … oder natürlich auf unsere Startseite, wo wir immer unsere Neuzugänge präsentieren.

Schöne Grüsse aus Bonn,

Thomas & das Team vom Bonner Comic Laden
www.comicshop.de

Splitter startet Cartoon-Ableger – Toonfish

August 17th, 2010

Splitter zeigt erneut, daß man immer mal wieder mit Überraschungen aufwarten kann. Tagelang durfte wieder geraten werden, welche Besonderheit sich denn diesmal hinter dem “Vorhang” (eine liebgewonnene Tradition der Verleger) verbirgt.
Nun ist das Geheimnis also gelüftet und man hat sich offenbar entschlossen, auf der Erfolgswelle von Lappan und Carlsen mitzuschwimmen und ein Label gegründet, in dem Cartoons veröffentlicht werden sollen. Der Name?

toonfish

An den Start geht man gleich mit den “Happy” Books (Happy Sex, Happy Girls, Happy Rock) von Zep, Liebhabern der lustigen Unterhaltung sicherlich von seiner Funny-Serie Titeuf bekannt. Ausserdem erscheint noch Blondinen, dessen Inhalt sicherlich selbsterklärend ist.

happy

Mehr Infomationen gibt es unter:
http://www.toonfish-verlag.eu/

Trailer zum “The Goon”-Film

August 12th, 2010

Zwar ist bisher die Finanzierung noch nicht gesichert, aber es gibt schon mal einen ersten Trailer zum animierten “The Goon”-Film, der überaus sehenswert ist:



Nächsten Monat erscheint ja auch der sechste Band bei Cross Cult – und bis dahin gibt es ja auch noch die bei Dark Horse erschienene englische Ausgabe. Wir sind schon gespannt :-)

Sondernewsletter zur AnimagiC 2010 in der Bonner Beethovenhalle

Juli 21st, 2010

Animagic_web

Liebe Comicfreunde,

auch dieses Jahr kommt die AnimagiC wieder nach Bonn in die Beethovenhalle – vom 30.7. bis zum 1.8. wird es wieder ein buntes Wochenende :-)

Natürlich werden wir ebenfalls auf der Messe vertreten sein – aber darüber hinaus fallen auch die Öffnungszeiten unseres Ladengeschäftes etwas großzügiger aus: am Freitag, den 30.7. und am Samstag, den 31.7. haben wir von zehn bis zehn – also 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr – geöffnet. Damit hat man auch ausserhalb der Messe die Gelegenheit, ausgiebig in Mangas, Animes und mehr zu schwelgen …

Weitere Infos zur Messe gibt es unter diesem Link und eine Karte mit dem Weg von der Beethovenhalle hin zu uns ist unter diesem Link zu finden. Der Weg ist nicht weit – nicht mal ein Kilometer laut Google-Maps – und lohnt sich nicht nur für diejenigen, die dem Messetrubel mal kurzfristig entkommen wollen …

Allen Besuchern der AnimagiC wünschen wir wieder eine tolle Messe – und daß es weder zu heiß noch zu nass wird. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Viele Grüsse vom
Team des Bonner COMIC Ladens

Newsletter Nr. 10: Goldene Zeiten für Comic-Leser

Juli 16th, 2010

Liebe Comicfreunde,

Sommerzeit ist’s, die weissagenden Oktopusse haben wieder Pause, bei uns in Nordrhein-Westfalen haben die Ferien begonnen … und für Comic-Leser sind die Zeiten golden.

Warum?

Weil es
mehr
& bessere
& auch wirklich greifbare
Comics gibt …

viele neue Verlage bringen eine Flut von neuen Serien auf den Markt, wie man es vorher noch nicht gesehen hat …
gleichzeitig ist die Produktionsqualität besser, die Farben sind intensiver und die Bände gibt es immer öfter auch als Hardcover …
viele alte Schätze gibt es auch als Nachdruck wieder …
von Serien sind meistens alle Bände lieferbar …
und sogar Serien, auf die man die Hoffnung schon aufgegeben hatte werden noch zu Ende geführt …

Aber genug der allgemeinen Beschreibung, man ist ja so oft gewohnt, daß einem gesagt wird “alles sei nun besser” – aber ohne Fakten ist das nix :-) Und da es ja ohnehin kaum etwas besseres an heissen Sommertagen gibt, als es sich mit einem Comic im Schatten gemütlich zu machen folgt hier einfach eine zwanglose Liste von Sachen, die wir in letzter Zeit besonders gut & gelungen fanden:


O’Boys ist eine der Perlen unter den Ehapa-Comics der letzten zehn Jahren”, schwärmte mein Kollege, der bei uns die Rezensionen in unserem Blog veröffentlicht. Diese atmosphärisch dichte und erzählerisch starke “Huckleberry Finn”-Neuinterpretation darf nun wirklich nicht das Schicksal seines auf YouTube veröffentlichten Trailers teilen, der derzeit bei weniger als 100 Aufrufen vor sich hindümpelt … es hat zwar sein Gutes, denn so können wir wenigstens von einem “echten Geheimtip” reden, aber als Dauerzustand ist das nicht hinnehmbar ;-)


War and Dreams ist eine fesselnd erzählte Geschichte, die gekonnt mit dem Wechsel zwischen der Gegenwart und dem 2. Weltkrieg spielt, zwischen Normandie und Ägypten und zwischen den Erinnerungen von vier Personen. Unser “Testleser” wies alle Anzeichen von Begeisterung auf: er hat den Band an einem Stück gelesen und war völlig darin versunken … (Link zur Leseprobe)


Fräulein-Rühr-mich-nicht-an ist ein schillernder Krimi, der sehr stimmig inszeniert ist und eine Geschichte um Mord und persönliche Tragödien im Paris der 30er Jahre erzählt. Dabei sind die Bilder dunkel aber nicht düster, und ein Hauch von Moulin Rouge mit einem Schuss Toulouse-Lautrec bildet einen optisch reizvollen Rahmen für die Handlung. (Link zur Leseprobe Band 1 & Leseprobe Band 2)


Der neue Spirou-und-Fantasio-Band “Operation Fledermaus” ist für die Liebhaber frankobelgischer Comics ein wirklicher Genuss. Er katapultiert einen zurück an die Anfänge sowohl des Genres als auch der Geschichte der beiden Comic-Helden und bietet eine mit Anspielungen gespickte Entdeckungsreise durch die Geschichte des BD (bande dessinée), eingepackt in eine Abenteuergeschichte aus der Zeit des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten.


Mit ihrer neuen Reihe “D” haben es die Macher von Garulfo geschafft, die Stimmung des großartigen “Bram Stoker’s Dracula” von Francis Ford Coppola einzufangen und dabei doch eine eigene Geschichte zu erzählen. (Link zur Leseprobe)

Abschliessen möchten wir noch mit einem Blick auf die Zukunft – vor einigen Tagen hat der Splitter-Verlag seinen Katalog für 2010/11 online gestellt – und den wollen wir natürlich niemandem vorenthalten. Zu finden ist er unter diesem Link.

Schöne Grüsse aus Bonn,

Thomas & das Team vom Bonner Comic Laden
www.comicshop.de

Sorry, Donald Not For Spider-Man

Juli 2nd, 2010

Nein, gemeint ist nicht die betagt-beliebte Disney-Ente – sondern der schwarze Schauspieler Donald Glover. Der hatte sich kürzlich dafür interessiert, für den frei werdenden Job des Peter Parker vorzusprechen. Das wiederum rief die verknöcherte “OMG-aber-Dittko-hat-Spider-Man-doch-so-nicht-gezeichnet”-Fraktion auf den Plan, aber auch die Internetze: bei Facebook etablierte sich eine Fan-Group, es wurde ordentlich getwittert und irgendwann bekamen auch die Printmedien Wind von der Sache (Washington Post, New York Magazine …).

Nun hat Sony die neue Spinne aus dem Sack gelassen. Sie heißt Andrew Garfield und leider nicht Donald Glover. Schade, ist Spider-Man doch keine bläßliche Type, sondern eine pralle Ikone. Warum nicht mal deren Facetten erweitern? Tun wir doch auch: bei uns gibt es z.B.  “spider-man” oder “spider-man’s” im Shop, ganz zu schweigen von “spider-woman“. Für die wir uns übrigens  Zhang Ziyi wünschen, aber das ist eine andere Geschichte …

Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

Juni 29th, 2010

gespensterdMit diesem Spruch endete praktisch jede Geschichte in den weit über 1500 Ausgaben der Gespenster Geschichten aus dem Bastei Verlag.
Da wir aufgrund eines kürzlichen Ankaufs in den kommenden Wochen viele, viele, VIELE Hefte der Serie in unserem Antiquariats-Shop anbieten werden bzw. bereits anbieten, haben wir den Hauptautoren und seit Jahren treuen Kunden unseres Ladengeschäfts (und zudem ehemaligen Betreuer unser allerersten Ladenhomepage, die älteren Semester werden sich vielleicht noch erinnern…) – Peter Mennigen – gebeten, doch noch mal den ein oder anderen Gedankengang zu einer von Deutschlands langlebigsten Comicreihen Revue passieren zu lassen.  Dieser Bitte wurde gerne nachgekommen:

Wie schreibt man eine Gespenster Geschichte?

Als ich im Spätherbst 1977das erste Mal die Jugendredaktion des Bastei Verlages betrat, ahnte ich noch nicht, welches „Grauen“ mich dort erwartete. Zu der Zeit war die Ausgangssituation bei Bastei folgende: Bisher hatte man fast ausschließlich fertiges Lizenzmaterial veröffentlicht, doch das neigte sich langsam seinem Ende. Also stand man vor der Wahl: entweder die betreffenden Serien einstellen oder selbst Comic-Material dafür  zu produzieren. Man entschied sich für die zweite Option. In meinem Fall bedeutete das: Als ich abends die Redaktionsräume  wieder verließ, hatte ich meine ersten Aufträge dabei:  neue Gespenster Geschichten schreiben.

Eins vornweg: Gespenster Geschichten schreiben war kein leichter Job. Nicht im literarischen Sinn, dass man sich in einer hochkomplexen Story mit den Feinheiten der Sprache auseinander setzen musste. Das ist eine Herausforderung die sich einem mehr beim Schreiben von Büchern stellt. Im Comic nehmen einem die Zeichner in der Beziehung viel Arbeit ab. Man braucht keine Personen oder Hintergründe zu  beschreiben, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche: Die Story. Und damit beginnen die Schwierigkeiten bei den Gespenster Geschichten. Denn wir reden hier nicht über eine Story, die auf einige hundert Seiten wortreich in all ihren Facetten ausgewalzt werden darf, sondern um vier bis fünf prägnant auf den Punkt gebrachte Geschichten pro Woche. Nimmt man noch die anderen Nebenreihen wie „Spuk Geschichten“, „Geister Geschichten“, „Gespenster Taschenbücher“ usw., dann läpperte sich die Zahl der zu schreibenden Storys auf mehrere Dutzend pro Monat zusammen. Das bedeutet, man muss ziemlich viele abwechslungsreicher Szenarien – idealerweise mit einem für den Leser unerwarteten Schluss – entwickeln. Das mag einem bei einer, zwei oder drei Geschichten locker von der Feder gehen, aber bei fünf Geschichten und mehr pro Woche kann das der Kreativität einige Probleme bereiten. Stereotype Geschichten, in denen ein Geist dem Grabe entfleucht um Rache zu üben gibt’s bis zum Umfallen, da muss man sich auf Dauer Originelleres einfallen lassen. Zudem ist bei den Gespenster Comics quasi die nackte Story die treibende Kraft ist, somit fallen Wiederholungen gnadenlos auf.

Deshalb nahm die Gespenster Redaktion längst nicht alles an, was auf ihrem Schreibtisch landete, gemäß dem Motto: „Oh, klasse, der Autor hat uns ein Blatt mit Buchstaben geschickt, das veröffentlichen wir jetzt“. Die Geschichten wurden von Ewald Fehlau streng gesiebt, denn es galt bestimmte Kriterien zu erfüllen, die letztendlich den Erfolg der Serie als eine der langlebigsten Deutschlands ausmachte. Ziel war es mit abwechslungsreichen, gradlinigen Storys, schnörkellosen Dialogen und ohne abscheuliche Grausamkeiten eine möglichst breit gefächerte Zielgruppe zu unterhalten. Und das ist offensichtlich gelungen. Dass das Konzept aufging lag auch daran, dass man als Autor die Leser immer ernst genommen hat. Wer die Gespenster Geschichten als primitiv bezeichnet, tut ihnen Unrecht. Ein mit dem nötigen schriftstellerischen Rüstzeug ausgestatteter Autor kann aus vielen dieser Comics einen anspruchsvollen Gruselroman machen. Umgekehrt kann man aus so gut wie jedem anspruchsvollen Roman hochkarätiger Autoren wie Stephen King, H. P. Lovecraft oder Clive Barker einen Gespenster Comic machen, indem man die Geschichte auf ihren rudimentären Kern beschränkt. Und dass nur die wenigsten, die das Original kennen, das Ergebnis dann von einem „normalen“ Gespenster Comic nicht unterscheiden können, ist schon ein bisschen gespenstisch.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Mennigen und weisen natürlich daraufhin, daß das Copyright bei Herrn Mennigen liegt und natürlich nicht ohne ausdrückliche Genehmigung des Autoren vervielfältigt, nach- oder abgedruckt werden darf.

Link
Gespenster Geschichten im Shop

Ehapa & EMA-Neuheiten vorbestellbar

Juni 28th, 2010

Die Neuheiten von Ehapa werden zwar erst Anfang bis Mitte der nächsten Woche bei uns eintreffen – da wir uns aber jetzt schon sehr auf den dritten Band der Jeff-Jordan-Gesamtausgabe und auf O’Boys Band 2 freuen kann man die Sachen bei uns schon heute vorbestellen.

Viel Vergnügen beim Stöbern :-)

Sodas Rezensionen – Folge 2: Skarbek

Juni 25th, 2010

Saint-Malo, 1843. Der Graf Mieszko Skarbek ist zurück. Zurück, um Rache zu nehmen. Denn Skarbek ist in Wirklichkeit der Maler Louis Paulus, der verraten und scheinbar vernichtet wurde. Vskarbekor Jahren lernt er als Jüngling seine Muse Magdalena kennen und lieben, doch die Habgier eines Mannes namens Northbrook war sein Ende. Von Rachegedanken besessen, tüftelt er mit Magdalena und zwei Männern, die er fest in seiner Hand hat, einen perfiden Plan aus, der Northbrook ruinieren soll, der vom Wert von Paulus’ Bildern lebt.
Es kommt zu einem Gerichtsprozess, der Ungeheuerliches zutage bringt… doch nicht immer ist alles so, wie es scheint!

„La vengeance du comte Skarbek“ ist eine zweiteilige Miniserie aus der Feder von Yves Sente und Grzegorz Rosinski, die von 2004 bis 2005 im französischen Verlag Dargaud erschien.

Was sich hier erst als ein Rachethriller auftut, dann zu einem Gerichtsdrama wird und letztendlich als waschechtes Piratenabenteuer durchgeht, ist eine famose Erzählung, unheimlich dicht und atmosphärisch geschrieben und in wunderschönen, manchmal düsteren, manchmal traumhaft schönen Bildern gemalt.

Dabei gelingt es Sente besonders im zweiten Band einen Plottwist nach dem nächsten einzubauen, der den Leser eiskalt erwischt, aber auch etwas verwirrt.

Bei der Stimmungserzeugung steht Rosinski Sente in nichts nach. Der Band sprüht nur so vor Emotionen, seien es brutale Mordgelüste, unendliche Gier oder schwüle Erotik. Diese Reihe lässt den Leser Teil eines einzigartigen Abenteuers sein.

Rosinski ist die perfekte Wahl als Zeichner. Seine Frauen sind himmlisch, seine Segelschiffe atemberaubend und seine Insellandschaften malerisch schön.

Yves Sente, Baujahr 1964, ist den deutschen Lesern sicherlich am ehesten durch die Fortsetzungen von E.P. Jacobs Serie Blake und Mortimer bekannt, die hierzulande im Carlsen Verlag erscheinen.

Grzegorz Rosinskis Name dürfte vor allem Fantasy-Fans geläufig sein. Der gebürtige Pole, Jahrgang 1941, ist schon seit Jahren mit dem Klassiker Thorgal im Programm von Carlsen vertreten. Auch Die große Macht des kleinen Schninkel (ebenfalls bei Carlsen) stammt von ihm.

Die deutsche Ausgabe erschien 2006 bei Schreiber & Leser, erfolgte dem Original entsprechend in zwei überformatigen Hardcoverbänden und kann eine erstklassige Verarbeitung vorweisen.

Björn Steckmeier (aka. Soda)
(der Text wurde in seiner ursprünglichen Form im August 2006 veröffentlicht)

Link zum Bestellen:
Skarbek
Die grosse Macht des Kleinen Schninkel