Archive for November, 2010

Bocola erhöht die Preise der Hal Foster-Gesamtausgabe

Sonntag, November 14th, 2010

pe_bocolaWie auf der Homepage des Bocola Verlages bereits zu sehen ist, werden die neuen Bände der Prinz Eisenherz – Hal Foster Gesamtausgabe in Zukunft €22.90 kosten.
Allerdings wird ab dem 1. Januar 2011 auch die komplette Backlist dieses Titels auf diesen Preis angehoben.

Wer also seine Sammlung komplettieren und noch etwas Geld dabei sparen möchte, sollte dies in den nächsten Wochen in Angriff nehmen. 🙂

Sodas Rezensionen – Folge 3: Am falschen Ort

Samstag, November 6th, 2010

soda

Manchmal stößt man ganz von selbst auf die eine oder andere Comicperle und manchmal braucht es einen kleinen Stups in die richtige Richtung.

Wenn man nicht zu den Leuten gehört, die ein Blog aufsetzen, vorgeben, Rezis schreiben zu wollen und dann doch viel lieber einfach nur kräftig Freiexemplare abgreifen, ist es immer noch etwas Besonderes, wenn man ein Leseexemplar falschenangeboten bekommt und dann auch beherzt zugreift. Damit geht man natürlich auch zumindest eine moralische Verpflichtung ein, demjenigen, der einen da so freimütig mit kostenloser Literatur versorgt, auch mitzuteilen, was man von seinem Produkt hält. So also wie in diesem Fall mit „Am falschen Ort“ von Brecht Evens, welches mir von Reprodukt freundlicherweise angeboten wurde.
Ich gebe es unumwunden zu – ich mag den Verlag bereits seit einigen Jahren und er gehört mit avant zu meinen Lieblingsverlegern. Das liegt an der Auswahl der Titel, die oftmals genau meinen Geschmack treffen und natürlich an der vorbildlichen Aufmachung der Comics – oder neudeutsch „Graphic Novels“ – bei denen von der Comicgestaltung über die Papierauswahl bis hin zum Lettering eigentlich immer alles stimmt. Insofern war es mir auch etwas unangenehm, ein Leseexemplar zu akzeptieren, da ich den Verlag doch auch sehr gerne unterstütze. Da der Band, um den es hier geht allerdings überhaupt nicht auf meinem Radar war, konnte ich entsprechende Bedenken gleich Beiseite räumen.

Die Aufmachung des Bandes ist wie gewohnt einfach nur toll. Das Format ist stimmig und die Coververedlung durch den Spotlack weiß auch zu gefallen und ist sogar sehr kreativ eingesetzt, da es sich dabei um Gesprächsfetzen handelt, die man nur sieht, wenn man den Comic gegen das Licht hält.
Inhaltlich bietet der Band drei lose verknüpfte Geschichten auf 176 Seiten. Es beginnt mit einer Party, bei der der eigene Gastgeber Gert wie ein Fremdkörper wirkt. So richtig will niemand mit ihm zu tun haben, alle warten nur auf den ominösen Robbie, der sich doch auch angesagt hat. Die Feier kommt überhaupt nicht in Schwung, trotz der eher tapsigen Versuche von Gert, die Stimmung aufzuheizen. Sind die Menschen hier am falschen Ort oder er, obwohl es doch eben seine Wohnung ist?
Die zweite Geschichte handelt von Noemi, die sich mit ihrer Freundin auf eine Party begibt und dort eben jenem Robbie über den Weg läuft und nach einem turbulenten Abend folgt eine ebenso leidenschaftliche Nacht. Was Noemi aber scheinbar nicht wahrhaben will ist die Tatsache, dass ein „falscher Ort“ nicht unbedingt eine Lokalität sein muss, sondern durchaus auch eine Person sein kann.
In der dritten Geschichte geht es dann um Gert und Robbie und ersteres klagt sein Leid bezüglich seiner neuen Arbeitsstelle an einer Schule. Gert ist voller Zweifel, ob dies wirklich das Richtige für ihn ist. Nach mehreren Versuchen, seine Bedenken zu zerstreuen kann Robbie ihm Schlussendlich nur eines raten – „Mach dein Ding, Gert!“.
Zum Schluss bleibt noch der kleine Epilog in dem Noemi am Telefon von ihrer Nacht mit Robbie erzählt. Doch nicht alle Gespräche kann man überall führen, manchmal ist man einfach „Am falschen Ort“.

Dem Flamen Brecht Evens gelang mit diesem Band der internationale Durchbruch. Sein Stil ist sehr ungewöhnlich und unkonventionell. Eine strickte Panelaufteilung wird oftmals durchbrochen, sofern sie denn überhaupt vorhanden ist. Auch benutzt er die Aquarellfarben mitunter zum Abgrenzen der Figuren. Während alle Figuren sehr bunt gemalt sind, ist der etwas spießerisch wirkende Gert durchweg in grau gezeichnet und hebt sich dadurch natürlich sofort ab. Auch ansonsten verfügt Evens über die ein oder andere optische Spielerei. Wenn z.B. die Musik in der Disko so laut ist, dass anständige Gespräche nicht möglich sind, so wird das mit nur schwer lesbaren Dialogen optisch dargestellt. wrongDie Zeichnungen sind sehr lebhaft, die Lesereihenfolge ist manchmal wild, aber an keiner Stelle wirr oder der Handlung nur schwer zu folgen. Insofern kann man nur hoffen, dass der Band ein Erfolg wird, damit schnellstmöglich auch die restlichen Geschichten von Evens dem deutschen Publikum präsentiert werden können.

Mittlerweile ist beim kanadischen Verlag Drawn & Quarterly auch die englische Ausgabe unter dem Titel „The wrong Place“ erschienen, was ich sehr amüsant finde, da für mich Reprodukt und avant doch ein bisschen wie die deutschen Gegenstücke zu D&Q und Fantagraphics Books wirken. Allerdings ist „The wrong Place“ ein bisschen enttäuschend – das Format ist viel kleiner und auf die optische Spielerei mit dem Cover wurde auch verzichtet. Dafür ist der Preis fast der Gleiche. Ein bisschen schade.

Björn Steckmeier

Links zum Bestellen
Am falschen Ort
The wrong Place

wrong

Warum wir „Veilchenblau“ zur Zeit nicht anbieten …

Mittwoch, November 3rd, 2010

nona-arte-veilchenblau-650

Heute kam die Lieferung mit den ersten Comics des neuen „Nona Arte“-Verlags bei uns an (PPM hatte schon über den neuen Verlag berichtet). Die Neil Gaiman-Geschichte „Violent Cases“ (deutsch „Veilchenblau“) als Hardcover für nur 12,- EUR? Das klang schon fast zu schön, um wahr zu sein … und leider sieht es (vorerst) auch so aus, denn die Produktionsqualität der Bände war leider ganz und gar nicht so, wie man es sich wünscht. Schon nach dem ersten Durchblättern löste sich der Buchblock aus der Verleimung – und das bei allen Exemplaren, die wir bekommen haben. Auch bei unserem Großhändler war (vorerst) kein einwandfreier Ersatz zu bekommen, daher können wir die Bände im Moment leider nicht anbieten 🙁

Sobald wir bessere Nachrichten zum Thema haben melden wir uns und nehmen den Titel gleich in unser Sortiment auf. Wir drücken die Daumen, daß sich das bald & positiv klären lässt.

Verkaufsoffener Sonntag am 07.11.10

Dienstag, November 2nd, 2010

Verkaufsoffen_071110

Auch diesen Sonntag hat der Bonner COMIC Laden in der Oxfordstrasse 17 mal wieder zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet, es darf geschaut, gestöbert und eingekauft werden 😉

Eine Karte mit Anfahrt ist in unserem Impressum zu finden.