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Newsletter: Trampelpfade durch den Comic-Dschungel, Teil 7.

Dienstag, November 29th, 2011

Comics. Viele Comics. So, daß einem schon ganz schwummrig wird.

Liebe Comicfreunde,

Willkommen im Dschungel.

Es gibt eine Menge Comics. Richtig, richtig viele.

Einerseits ist das zwar großartig, aber manchmal führt das auch dazu, daß es mit der Orientierung etwas schwierig wird. Daher nehmen wir die virtuelle Machete zur Hand und schlagen uns ein paar Pfade ins Dickicht – schließlich ist es ja auch spannend, Comics immer wieder unter anderen Blickwinkeln zu betrachten und Verknüpfungen zu schaffen zwischen Sachen, die sonst vielleicht gar nicht miteinander in Beziehung gebracht werden…

Um das Ganze nicht zu überfrachten gehen wir zunächst die meisten Wege in deutscher Sprache, es wird aber natürlich auch einige Abzweigungen zu Comics in englischer Sprache geben. Klickt einfach auf alles, was nach einem Link aussieht – und damit geht es schon los auf den „Comic-Abenteuerpfad“.

7. Biographien

Biographien sind Aufzeichnungen über das Leben von Menschen. Und wenn man das mit dem Zeichnen wörtlich nimmt, kommen dabei eben Comic-Biographien raus 🙂

Bleiben wir doch gleich bei Zeichnern und Malern – es gibt nämlich mit dem Willi Blöß Verlag einen echten Spezialisten, der Comic-Biographien der verschiedensten Künstler im Sortiment hat: vom mittelalterlichen Hieronymus Bosch über Caspar David Friedrich & William Turner bis hin zu Vincent van Gogh, Pablo Picasso und anderen Vertretern der Moderne wie Joseph Beuys oder Andy Warholund vielen anderen mehr.

Das Leben von Musikern wie Johnny Cash, Elvis oder Jim Morrison hatten wir ja schon in unserem vorigen Kapitel über die Musik gestreift. Aber nicht nur Künstler finden ihre vita in Comic-Form verewigt – auch der große deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche teilt mit Tina Modotti und Kiki de Montparnasse das Privileg einer Comic-Behandlung und findet sich damit in einer Begleitung, die er sich vielleicht zu Lebzeiten auch gewünscht hätte 😉

Erst kürzlich wurde dem schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King in Washington ein Denkmal gesetzt – seine Comic-Biographie gibt es dagegen schon länger. Und wenn es um Leute geht, die einen Traum hatten und dadurch zum Idol einer (oder mehrerer) Generationen wurden, hätten wir auch Che Guevara in Bildschriftenform anzubieten – und natürlich den Máximo Líder der kubanischen Revolution, Fidel Castro.

Auch vor dunklen Kapiteln der Geschichte scheuen Comics nicht zurück: dem Leben von Anne Frank und dem Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer widmen sich ebenfalls Biographien in diesem Format. Ebenso dunkel und grausam ist auch die Biographie des Serienmörders Fritz Haarmann.

Etwas ungewöhnlicher ist der Band über den Schriftsteller B. Traven – Porträt eines berühmten Unbekannten – über diesen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts weiß man nur sehr wenig, was gibt es also besseres, als sich mit einem Comic auf seine Spur zu begeben?

Auch sehr reizvoll ist Houdini: König der Handschellen, der sich nur um einen einzigen Tag im Leben des wohl berühmtesten Entfesselungskünstlers aller Zeiten dreht. Fesselnd dagegen ist die Frage, was Ich, Tarzan: Wie er wurde, was er ist und Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman miteinander gemeinsam haben? Die Antwort: in beiden Fällen geht es um die Lebensgeschichte einer fiktiven Person. Natürlich als Comic.

Comic-Biographie 02: Joseph Beuys - Der lächelnde Schamane Kiki de Montparnasse Nietzsche
Che Haarmann Houdini: König der Handschellen
Bonhoeffer - Graphic Novel B. Traven - Porträt eines berühmten Unbekannten Ich, Tarzan: Wie er wurde, was er ist

Bis zum nächsten Mal!

Viele Grüsse von

Thomas & dem Team vom Bonner Comic Laden

Newsletter: Trampelpfade durch den Comic-Dschungel, Teil 6.

Montag, November 21st, 2011

Comics. Viele Comics. So, daß einem schon ganz schwummrig wird.

Liebe Comicfreunde,

Willkommen im Dschungel.

Es gibt eine Menge Comics. Richtig, richtig viele.

Einerseits ist das zwar großartig, aber manchmal führt das auch dazu, daß es mit der Orientierung etwas schwierig wird. Daher nehmen wir die virtuelle Machete zur Hand und schlagen uns ein paar Pfade ins Dickicht – schließlich ist es ja auch spannend, Comics immer wieder unter anderen Blickwinkeln zu betrachten und Verknüpfungen zu schaffen zwischen Sachen, die sonst vielleicht gar nicht miteinander in Beziehung gebracht werden…

Um das Ganze nicht zu überfrachten gehen wir zunächst die meisten Wege in deutscher Sprache, es wird aber natürlich auch einige Abzweigungen zu Comics in englischer Sprache geben. Klickt einfach auf alles, was nach einem Link aussieht – und damit geht es schon los auf den „Comic-Abenteuerpfad“.

6. Musik

Nach wissenschaftlich-ernst geht es nun musikalisch-beschwingt weiter – und damit der Rausch der Sinne bei Musik nicht aufs Hören beschränkt bleibt gibt es natürlich auch eine Menge Comics zu Musik und Musikern.

Den Anfang macht der durch seine American Recordings weit über Country-Kreise hinaus bekannt gewordene „Man in Black“ Johnny Cash mit der Comic-Biographie Cash – I see a darkness von Reinhard Kleist. Der gleiche Autor widmete sich auch einer weiteren Legende: dem King of Rock ’n‘ Roll Elvis. Wer davon inspiriert gleich einen Überblick über die letzten 50 Jahre der Musikgeschichte gewinnen möchte greift am besten zu Das kleine Rockbuch – und wer sich gerne ausschließlich auf die Beatles konzentrieren möchte hat mit Das kleine Beatles-Buch eine gute Alternative, oder auch Ergänzung 😉

Die Lieder von Bob Dylan sind nun wirklich oft gecovert worden – wenn man sie aber zwischen Comic-Covern sehen möchte sollte mal einen Blick in Bob Dylan – Revisited: 13 Songs in Bildern werfen. Wer dagegen die Pforten der Wahrnehmung öffnen und auf die andere Seite durchbrechen möchte, findet in Jim Morrison: Poet des Chaos einen Verbündeten; auf dem Weg zur nächsten Whisky-Bar kann man mit Baby’s in Black durch die Szenekneipen Hamburgs in den 60ern streifen und dabei die Anfänge der Beatles erleben, oder man kann in Hank Williams – Lost Highway auf einer amerikanischen Fernstraße mitten in das Schicksal eines der bedeutendsten Country-Sänger aller Zeiten schlittern. Um Grenzerfahrungen geht es auch im Band Die letzte Versuchung, zu dem sich Sandman-Autor Neil Gaiman von Glam-Rock-Ikone Alice Cooper inspirieren liess (speziell dem 1994 erschienenen Konzeptalbum The Last Temptation).

My Chemical Romance-Sänger Gerard Way mag Comics gleich so gerne, daß er seinen eigenen geschrieben hat – und damit mehrere von den prestigereichen Eisner-Awards abgeräumt hat. Ich verrate wohl kein Geheimnis wenn ich sage, daß es in The Umbrella Academy 1: Weltuntergangs-Suite (bzw. der englischen Ausgabe The Umbrella Academy: Apocalypse Suite TPB) auch um Musik geht …

Eine Disco-Queen als Superheldin hat sich Marvel einfallen lassen: Essential Dazzler TPB 1.

Gleich um einen ganzen musikalischen Stil dreht sich die Serie Klezmer von Joann Sfar – und wer mehr zum Jazz tendiert kann mit Fats Waller in das New York der 30er Jahre reisen. In 5 Songs dagegen geht es mehr um die Nöte einer Rockband von vier Jugendlichen. Ein Artikel über Musik in Comics wäre nicht vollständig, wenn es nicht auch ein Potpourri gäbe, und wer kommt dafür besser in Frage als die Ducks: Lustiges Taschenbuch Spezial 33: Hits aus Entenhausen.

Nicht wirklich musikalisch, aber schrecklich witzig ist der Band All Known Metal Bands HC.

Alice Cooper: Die letzte Versuchung Cash - I see a darkness Bob Dylan - Revisited: 13 Songs in Bildern
Fats Waller Hank Williams - Lost Highway Elvis
Klezmer 1: Die Eroberung des Ostens Jim Morrison: Poet des Chaos Baby's in Black

Viele Grüsse von

Thomas & dem Team vom Bonner Comic Laden